IFF-Forschungsschwerpunkt «Finanzierung von Kleinunternehmen»
Seit seiner Gründung als verbrauchernahes Forschungsinstitut im Jahr 1987 betreibt das Instituts für Finanzdienstleistungen e.V. (iff) Forschung für Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) mit Fokus auf Finanzierungsaspekte Kleiner Unternehmen (KU). Im Folgenden finden sich eine Auswahl an Forschungsergebnissen aus dem Bereich «Finanzierung von Kleinunternehmen» des iff.
INSTITUT FÜR FINANZDIENSTLEISTUNGEN E.V.
Das Institut für Finanzdienstleistungen e.V. (iff) ist ein unabhängiger, international ausgerichteter gemeinnütziger Verein, der im Bereich nachhaltiger Finanzdienstleistungen an der Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung, Beratungstätigkeit und Produktentwicklung tätig ist. Das iff finanziert sich ausschließlich aus laufenden Projekten und erhält keine öffentlichen Subventionen.
Ziel seiner Arbeit ist es, insbesondere die Interessen von Verbrauchern, Anlegern, Kleinunternehmern und gemeinnützigen Unternehmen optimal und wirtschaftlich verantwortlich in der Beziehung zwischen Kunde und Finanzdienstleister aufzuzeigen und einzubringen. Der Zugang zu Finanzdienstleistungen und deren Qualität entscheidet über den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen und Menschen. Moderne Finanzdienstleistungen erfordern innovative Ideen und Verständnis für die ökonomischen Gegebenheiten beim einzelnen Kunden und Verbraucher sowie für gesellschaftliche Erfordernisse insgesamt.
Die Mitarbeiter des iff werden von den Medien zu vielen Fragen im Zusammenhang mit Finanzdienstleistungen als Experten angesprochen. iff in den Medien »
Das Leistungsspektrum reicht von wissenschaftlichen und privaten Gutachten sowie empirischer Forschung, Durchführung von Produktanalysen und Beratungstests über Consulting und Machbarkeitsstudien bis zur Erstellung von Software, Büchern und Ratgebern. Außerdem organisiert das iff regelmäßig nationale und internationale Fachkonferenzen und entwickelt Modelle für sozial verantwortliche Kredite, Anlagen, Zahlungsverkehrsmittel und Versicherungen. Portrait des iff »
IFF-FORSCHUNGSSCHWERPUNKT «Finanzierung von Kleinunternehmen»
Kleinunternehmen (inklusive Existenzgründer) sind überproportional von finanziellen Krisen und Insolvenzen betroffen. Diese haben ihre Ursache nicht allein in nicht-wettbewerbsfähigen Unternehmenskonzepten oder Managementdefiziten. Häufigste Krisen- und Insolvenzursache sind vielmehr Finanzierungsprobleme. Sie können beispielsweise ausgelöst sein durch eine fehlende Finanz- und Liquiditätsplanung, Forderungsausfälle oder falsche Finanzierungsprodukte und/oder durch Finanzierungs- und Beratungskonzepte der Kreditinstitute, die zu wenig auf die Bedürfnisse der Kleinunternehmen abgestimmt sind.
IFF-FINANZIERUNGSRATGEBER «Fit in Finanzen»
Der im Internet verfügbare Ratgeber wendet sich an Kleinunternehmen und bietet eine Vielzahl von Tipps und Informationen im Umgang der Unternehmerin bzw. des Unternehmers mit der Bank. Zu verschiedenen Themen wurden Merkblätter zusammengestellt, um so optimal wie möglich mit der Bankberaterin oder dem Bankberater zu kommunizieren. Der Kleinunternehmer soll so zum kompetenten Gesprächspartner werden, der seine Sache vertreten kann. Die Finanzinformationen sollen den Nutzern anhand von Fallstudien nahegebracht werden. Diese Fallstudien sollen Kleinunternehmern ermöglichen, ihre Situation zu erkennen und sich über Handlungsmöglichkeiten zu informieren. Das Informationsangebot deckt alle relevanten Stationen – von der Gründung bis zum Eintritt der Krise – ab und vermittelt dem Unternehmer Basiswissen zum Finanzierungsbedarf, zu Finanzierungsformen und dem richtigen Umgang mit der Bank. Darüber hinaus wird er über typische Finanzierungsfehler aufgeklärt.
Der iff-Finanzierungsratgeber bietet:
- Fallbeispiele: Die Fallbeispiele wurden empirisch erhoben und sind nach Branchen sortiert.
- Merkblätter: Hilfreiche Tipps und Informationen zum richtigen Umgang mit der Bank.
- Kreditarten und Sicherheiten: Erläuterung der verschiedenen Kreditformen und ihre Absicherung.
- Rechtliches: Einschlägige Gerichtsbeschlüsse und -urteile liefern hilfreiche Informationen für den Dialog mit Partnern oder Beratern. Besonders ausführlich wird das Insolvenzverfahren beschrieben.
- Weitere Hilfen: Kommentierte Links zu anderen Ansprechpartnern, eine Übersicht von Telefon-Hotlines, Adressen und Hinweise auf Veranstaltungen runden das Angebot des iff-Finanzierungsratgebers ab.
- Glossar: Ein umfangreiches Verzeichnis verständlicher Erklärungen aller Fachbegriffe rund um das Thema Bankprodukte und Finanzierung von Kleinunternehmen.
Zum iff-Finanzierungsratgeber «Fit in Finanzen»
IFF-SOFTWARE «finanzcheck»
Eine Expertensoftware zur Kredit- und Anlageberechnung. Mit dem Softwaretool «finanzcheck» kann der Kleinunternehmer Finanzierungsverträge oder -angebote überprüfen und bewerten lassen. Die Analyse gibt Auskunft darüber, ob die gewählte bzw. angebotene Finanzierungsform und die Konditionen adäquat sind. Diese Analyse soll die Grundlage für konstruktive Vertragsverhandlungen bilden.
Die vom Institut für Finanzdienstleistungen entwickelte Software «finanzcheck» ermöglicht die finanzmathematische Überprüfung von einzelnen Finanzprodukten und -angeboten sowie die Entwicklung von komplexen, optimierten Finanzierungskonzepten. Dabei sind die verschiedenen Finanzprodukte – vom Ratenkredit über den Hypothekenkredit, die Kreditlinie und den Kontokorrentkredit bis hin zu jeder Art von Geldanlagen, Altersvorsorgeprodukten und Kapitallebensversicherungen – beliebig kombinierbar. Die Berechnungen und Auswertungen konzentrieren sich auf folgende Punkte:
- Einhaltung rechtlicher Standards
- (zukünftige) Liquiditätswirkung
- Gesamtbelastung im Vergleich
- Einbeziehung Risikopräferenz
Die Software «finanzcheck» simuliert zugleich Finanzdienstleistungen verschiedener Anbieter, schafft damit Transparenz innerhalb der Finanzierungsbeziehung und befähigt die Nachfrageseite zu Verhandlungen mit den Anbietern auf Augenhöhe. Das Programm wendet sich in erster Linie an Berater, die eine auf den Einzelfall bezogene sinnvolle und nachgefragte Finanzdienstleistungsberatung anbieten möchten. Die durch den Gebrauch der Software erzeugte Datenbasis dient als eine wertvolle Grundlage zur Identifikation kollektiver Probleme (was die Systematisierung von Lösungsschritten fördert) und gibt Hinweise auf die Notwendigkeit von staatlichen Förderprogrammen im Kontext privater Finanzdienstleistungen. iff-Beratungssoftware finanzcheck »
IFF-DATENBANK «FIS Money Advice»
Herzstück des «Financial Information Service Money Advice» (FIS Money Advice) ist eine Online-Datenbank mit über 42.000 Dokumenten. Sie umfasst die Gesetze, Urteile und Artikel zur ökonomischen Entwicklung von Finanzdienstleistern und zu Verbraucherproblemen sowie spezielle juristische und ökonomische Informationen zum Finanzdienstleistungsbereich. iff-Datenbank FIS Money Advice »
IFF-SOFTWARE «CAWIN»
Expertensoftware zur Haushaltsanalyse und Schuldenregulierung.
IFF-EXPERTENSOFTWARE CAWIN »
IFF-LITERATUR
Wissenschaftliche Buchpublikationen des iff zum Thema Finanzierung von Kleinunternehmen:
- Kleinunternehmen und Banken in der Krise »
- Micro-lending - a case for regulation in Europe »
- Credit and new entrepreneurs »
- Weitere Literatur des iff suchen »
IFF-FORSCHUNGSPROJEKT «Insolvenzprävention»
Das folgende Projekt ist ein Beispiel für Forschungsvorhaben des iff aus dem Schwerpunkt «Finanzierung von Kleinunternehmen». Im Rahmen des Projekts «Insolvenzprävention – Vorbeugung und Verhinderung wirtschaftlichen Scheiterns von Kleinunternehmen», hat das iff ein Informations-, Beratungs- und Mediationsangebot entwickelt und erprobt. Ziel war es, auf diesem Weg Finanzkrisen und Insolvenzen von Kleinunternehmen vorzubeugen beziehungsweise abzuwenden, indem der Zugang zu angepassten Finanzierungsformen gefördert wird. Die Angebote dienen zugleich einer ausgewogeneren Kommunikation zwischen Kleinunternehmern und Kreditinstituten. Das iff hat – gemäß einem ganzheitlichen Innovationsansatz – bei der praktischen Umsetzung vier Instrumente geschaffen, die sich gegenseitig ergänzen. Das Projekt wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von 2000 - 2003 durchgeführt. Projektbeschreibung »
Die vier umgesetzten Instrumente sind:
Krisen-Hotline
Das Telefon-Hotline-Konzept soll den Kleinunternehmer motivieren, auf eine bevorstehende Krise so früh wie möglich situationsgerecht zu reagieren. Die unabhängige mit Unterstützung der IHK Köln in die Praxis umgesetzte Hotline soll dabei nach einem abgestuften Verfahren erste Orientierung zur Selbsthilfe bieten.
Finanzierungsratgeber
Durch einen internetgestützten Finanzierungsratgeber soll der Kleinunternehmer zum kompetenten Gesprächspartner werden. Fallstudien ermöglichen, die eigene Situation zu erkennen und sich über Handlungsmöglichkeiten zu informieren. Das ganzheitliche Informationsangebot vermittelt dem Unternehmer Basiswissen zum Finanzierungsbedarf, zu Finanzierungsformen und dem richtigen Umgang mit der Bank und klärt über typische Finanzierungsfehler auf.
Kooperatives Finanzcontrolling
Kleinunternehmen müssen Liquiditätskrisen früh erkennen können. Banken benötigen wiederum Informationen, um eine bedarfsgerechte Finanzierung gewährleisten und Ausfallrisiken sicher beurteilen zu können. Das im Rahmen des Projekts entwickelte Softwarekonzept Kooperatives Finanzcontrolling soll beiden Partnern die notwendigen Informationsgewinne bringen. Die Software wird dem Kleinunternehmen individuell angepasst und kann bereits durch Eingabe weniger Monatsdaten hinreichend gepflegt werden. Ausgewiesen werden dann unterjährige Kennzahlen, die dem Unternehmen die Finanz- und Liquiditätsplanung erleichtern. Weitere Kennzahlen ermöglichen der Hausbank, ihr Kreditrisikocontrolling zu verbessern, um so Kleinunternehmen auch unter den neuen aufsichtsrechtlichen Kreditbestimmungen Zugang zu zinsgünstigen Krediten zu gewähren.
finanzcheck
Mit der Beratungssoftware «finanzcheck» kann der Kleinunternehmer Finanzierungsverträge oder -angebote überprüfen und bewerten lassen, als Basis für konstruktive Vertragsverhandlungen.



